Die WM ist vorbei

Einen Monat lang waren wir im Fussball-WM-Delirium, genossen die geregelten Tagesabläufe mit TV-Übertragungen bis tief in die Nacht und mit dem täglichen Ausfüllen unzähliger Tippspiele auf sämtlichen Social-Media-Plattformen.

Und nun ists vorbei. Deutschland ist (verdienter) Weltmeister. Und morgen werden wir uns verwundert die Augen reiben, feststellen, dass sich die Gewaltspirale im Nahen Osten in der Zwischenzeit so schnell dreht, dass sie schon fast zu glühen beginnt. Die Brasilianer lassen wir auf ihren Schulden, die sie ja vor der WM schon hatten, sitzen lassen, und die Fifa wird – einmal mehr – wie blöd Kohle abgeschöpft haben.

Was bleibt also? Nun, man kann nicht sagen, dass die WM nicht nachhaltig war. Das ENSI fand einen günstigen Zeitpunkt, um brandgefährliche Bohrlöcher in der Hülle des AKW Leibstadt quasi ohne grosses Aufsehen zu entdecken. Die Finma verschärfte die Richtlinien für die Kreditvergabe an angehende Häuslebauer und entwertete mit diesem Geniestreich den Verkaufswert so ziemlich sämtlicher Wohnbauten – ganz ohne Opposition. Und der Bundesrat nutzte die Gunst der Stunde, um dem „einfachen Fussvolk“ den Bezug von PK-Geld zu erschweren und ihm damit gleichzeitig die Schuld für die Finanzkrise in die Schuhe zu schieben, ohne dass sich jemand darüber aufgeregt hätte.

Gut, dass die WM vorbei ist, bevor noch mehr Unheil angerichtet wird.

 

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